Published / Publiziert: 19.06.2026
Die Wurfweite des Medizinballs, gewichtet nach dem Verhältnis von Körpergröße zu Körpermasse, steht in Einklang mit anderen Aufgaben zur körperlichen Fitness
LINK to the open access publication / LINK zur vollständigen Publikation: DOI: https://doi.org/10.1038/s41598-026-58353-w
Abstract
The traditional Medicine Ball Throw (MBTT) for assessing upper-extremity explosive strength inherently favours heavier and taller participants. We designed three alternative indices to adjust for this anthropometric bias: (1) multiplying MBTT by the height-to-mass ratio (MBTA1), (2) dividing MBTT by the product of mass and height (MBTA2), and (3) dividing MBTT by the body mass index (MBTA3). Using age- and sex-adjusted LMS-based z-scores from two independent cohorts (821 children, aged 8.3 ± 0.7 years; 354 adolescents, aged 14.4 ± 2.2 years), we compared the variants’ alignment with the concave BMI-profiles of five standard fitness tests (6-minute run, standing long jump, jump sideways, 4 × 10 m shuttle run, push-ups). The three anthropometrically enriched variants yielded significantly better goodness of fit than MBTT with MBTA1 performing best overall. Furthermore, when deployed as independent covariates, the enriched indices demonstrated systematically higher predictive power for standard fitness tasks than the unadjusted distance. We recommend adjusting MBTT via the height-to-mass ratio for a fairer assessment, though its structural overlap with BMI requires caution in predictive models.
Zusammenfassung
Der traditionelle Medizinballwurf (MBTT) zur Beurteilung der Explosivkraft der oberen Extremitäten begünstigt naturgemäß schwerere und größere Teilnehmer. Wir haben drei alternative Indizes entwickelt, um diese anthropometrische Verzerrung auszugleichen: (1) Multiplikation des MBTT mit dem Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht (MBTA1), (2) Division des MBTT durch das Produkt aus Körpergewicht und Körpergröße (MBTA2) und (3) Division des MBTT durch den Body-Mass-Index (MBTA3). Anhand von alters- und geschlechtsangepassten, auf LMS basierenden z-Werten aus zwei unabhängigen Kohorten (821 Kinder im Alter von 8,3 ± 0,7 Jahren; 354 Jugendliche im Alter von 14,4 ± 2,2 Jahren) verglichen wir die Übereinstimmung der Varianten mit den konkaven BMI-Profilen von fünf Standard-Fitnesstests (6-Minuten-Lauf, Standweitsprung, Seitwärtssprung, 4 × 10 m Shuttle-Lauf, Liegestütze). Die drei anthropometrisch angereicherten Varianten ergaben eine signifikant bessere Anpassungsgüte als der MBTT , wobei der MBTA1 insgesamt am besten abschnitt. Darüber hinaus zeigten die angereicherten Indizes, wenn sie als unabhängige Kovariaten eingesetzt wurden, eine systematisch höhere Vorhersagekraft für Standard-Fitnessaufgaben als die unbereinigte Distanz. Wir empfehlen, den MBTT über das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht anzupassen, um eine fairere Bewertung zu erzielen, obwohl seine strukturelle Überschneidung mit dem BMI bei der Verwendung in Vorhersagemodellen Vorsicht erfordert..